Prof. Dr. Cedidi |
Herr Böckmann |
Klinikdirektor:
Prof. Dr. med. C. Can Cedidi Telefon: (0421) 4975545 Telefax: (0421) 4973322 E-Mail: can.cedidi@klinikum-bremen-mitte.de Lebenslauf: Prof. Dr. med. Cedidi Klinikpflegeleitung: Herr Bernd Böckmann Telefon: (0421) 4973240 Telefax: (0421) 4973815 E-Mail: bernd.boeckmann@klinikum-bremen-mitte.de Lebenslauf: Herr Böckmann |
Bereits viele Jahrhunderte vor Christus machten "Plastische Chirurgen" in Indien durch sensationelle Rekonstruktionen der menschlichen Körperoberfläche von sich reden. Um 1350 v. Chr. waren es ägyptische Chirurgen, die eine wiederherstellende Gesichts-Chirurgie entwickelten. So fanden sich bei Mumien, die aus dieser Zeit datieren, operativ wiederangebrachte Ohren. In der Ayurveda (Indien zwischen 1200-700 v. Chr.), einem Lehrbuch über schwere chirurgische Operationen, taucht erstmals der Begriff der Nasenoperation – im Sinne einer Nasenplastik - auf. Zu jener Zeit war die Nasenamputation die gesetzliche Strafe für Diebe und Ehebrecher/innen. Diese Menschen waren stigmatisiert, so dass eine Rehabilitation die Wiederherstellung der Nase voraussetzte. Etwas später beschreibt die so genannte "Indische Methode" ein Operationsverfahren, in dem ein Stirnlappen mit einem blutversorgenden Gefäßstiel aus dem Nasen-Augenwinkel zu einer neuen Nase geformt wird. Über viele Jahrhunderte bestand dann aus verschiedenen Gründen eine Stagnation in der Weiterentwicklung der Plastischen Chirurgie. Einen bedeutenden Meilenstein in der Plastischen Chirurgie legte Gaspare Tagliacozzi (1545-1599) in Italien mit seinen Schriften "De chirurgia curtorum per insitionem libri duo". Seine Arbeiten förderten die Differenzierung der Plastischen Chirurgie in Europa während der Renaissance.
Die hohe Kunst der Wiederherstellung des äußeren Erscheinungsbildes machte schließlich auch in anderen Ländern Schule. In dem Fachgebiet Plastische Chirurgie werden heute Eingriffe durchgeführt, welche die Körperform und sichtbaren Störungen der Körperfunktionen wiederherstellen und verbessern. Vorwiegend werden die Folgen von Krankheit, Trauma und angeborenen Anomalien sowie Veränderungen, die durch altersbedingte Vorgänge des äußeren Erscheinungsbildes entstanden sind, behandelt. Per Definitionem ist die Plastische Chirurgie die Chirurgie der angeborenen und erworbenen Defekte von Form und Funktion.
Die Klinik für Plastische & Handchirurgie fand im Klinikum Bremen-Mitte 1960 seine Anfänge und entwickelte sich seither zu einer übergreifenden chirurgischen Disziplin.

Die Rekonstruktive Chirurgie befasst sich mit der Wiederherstellung der Körperoberfläche nach Tumoroperationen oder Unfällen, aber auch mit der Schaffung der „normalen" Form und Funktion bei angeborenen Fehlbildungen. Wegen der Vielfältigkeit verschiedener Defekte ist eine große Vielfalt Plastisch-Chirurgischer Techniken notwendig. Die mikrochirurgischen Techniken zur Verpflanzung großer durchbluteter Hautareale, von Gewebekombinationen unter Einschluss von Muskeln, Sehnen, Nerven und Knochen haben die Möglichkeiten zur Wiederherstellung wesentlich erweitert. Hierdurch können komplexe Ausfälle ersetzt werden, große offene Defekte nach Unfällen, krankhafte Wundheilungsstörungen oder auch nach radikaler Entfernung von Tumoren, überbrückt werden. In der Tumorchirurgie wird durch Plastisch-Chirurgische Techniken eine größere Radikalität möglich und verbessert entsprechend die Chancen zur Heilung der Erkrankung.
Ein weiterer Bereich der Plastischen Chirurgie ist die Handchirurgie. Die differenzierten Techniken der Plastischen Chirurgie finden an der Hand besonders bedeutend ihre Anwendung. Der Einsatz mikrochirurgischer Techniken ist auch in diesem Gebiet für die Erreichung optimaler Endergebnisse ein wesentlicher Fortschritt gewesen. Die Replantation abgetrennter Finger oder ganzer Gliedmaßenteile sind bekannte Beispiele. Durch die Verpflanzung von Muskeln, Nerven oder Gliedmaßen aus anderen Körperarealen können gelähmte oder verstümmelte Extremitäten funktionell wieder verfügbar gemacht werden.
Dies sind Eingriffe, die nicht der Beseitigung einer Erkrankung, sondern der Verbesserung des äußeren Erscheinungsbildes dienen. Die wesentliche medizinische Aufgabe des Plastischen Chirurgen liegt in der Beratung des Patienten und gemeinsamen Bewertung, ob eine Operation der gewünschten Art grundsätzlich durchführbar ist und wie hoch die individuelle Erfolgswahrscheinlichkeit ist. Die ästhetische Form und einwandfreie Funktion sind untrennbare Operationsziele und gilt für alle Bereiche der Plastischen Chirurgie.
Unmittelbar nach der Verbrennung geht es primär um die Entfernung verbrannter, abgestorbener Teile der Körperoberfläche durch nicht-operative Maßnahmen und damit der Verhinderung einer Infektion. Primäres Ziel ist die Vermeidung einer Operation durch die optimale Primärbehandlung. Ist dies nicht möglich, so wird eine Hauttransplantation notwendig, um eine problematische Narbenbildung zu verhindern. Die weitere Vermeidung oder Beseitigung von ausgedehnten Narbenflächen erfordert konsequente, konservative Behandlungen und häufig auch Korrekturoperationen. Verbrennungspatienten sind häufig jahrelang behandlungsbedürftig, bis ein akzeptabler Endzustand bezüglich Form und Funktion erreicht ist.
Wenn Sie Fragen bezüglich bestimmter Erkrankungen oder
Behandlungsmöglichkeiten haben, beraten wir Sie natürlich gerne
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Klinikum Bremen-Mitte gGmbH
Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische
Chirurgie
Sekretariat: Ute Goronczy
St.-Jürgen-Str. 1
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Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen
Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen
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